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Aktuell

Ba­ro­me­ter er­neu­er­ba­re Ga­se Schweiz, Aus­ga­be 9, April 2026

Geopolitische Spannungen, volatile Energiepreise und ambitionierte Klimaziele setzen den Energiemarkt weiter unter Druck. Die europäischen Erdgaspreise sind infolge des Konflikts im Nahen Osten kurzfristig deutlich angestiegen, jedoch weit weniger stark als in der Energiepreiskrise von 2022 infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der Terminmarkt (TTF -Futures) erwartet aktuell eine deutliche Marktberuhigung bis 2030. Der kurzfristige Preisanstieg von Erdgas stärkt grundsätzlich die Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren Gasen. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren Gasen hat die EU verschiedene Stossrichtungen definiert. In unseren Nachbarländern wird die Wettbewerbsfähigkeit der Biomethaneinspeisung ins Gasnetz aktuell dadurch erhöht, dass die Kosten des Gasnetzanschlusses nicht ausschliesslich von den Produzenten getragen werden, sondern teilweise über das Netz sozialisiert werden. Solange kein Gas-VG in Kraft ist, kommt der Schweizer Gasbranche bei der Regelung der Kostentragung und der Marktintegration von Biomethan eine wichtige Rolle zu. Ob und wo erneuerbare Gase sinnvoll eingesetzt werden können, hängt gemäss dem Forschungsprojekt DeCIRRA stark von Infrastruktur, Ressourcen und Alternativen vor Ort ab – pauschale Zielbilder greifen zu kurz. In den Kantonen, in denen die Energiegesetze nahe an den MuKEn 2025 ausgerichtet werden, ist die Verwendung erneuerbarer Gase im Gebäudebereich deutlich eingeschränkt. Demgegenüber setzt Deutschland im Gebäudemodernisierungsgesetz auf einen offeneren Transformationspfad, wobei die konkrete zeitliche Ausgestaltung der «Biotreppe» noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist.

Be­fra­gung zu Sach- und Per­so­nen­da­ten

Wie gehen Schweizer Unternehmen mit Sach- und Personendaten um? Gibt es einen Datenhandel und wo sehen Unternehmen Handlungsbedarf? Dazu hat das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) eine Umfrage unter rund 800 Unternehmen von Polynomics durchführen lassen. Kernerkenntnisse zu Sachdaten: Trotz steigender Datenerzeugung hat ihre wirtschaftliche Bedeutung abgenommen. Obwohl Unternehmen heute besser wissen, welche Sachdaten verfügbar sind, werden sie weniger genutzt und nachgefragt als noch vor fünf Jahren. Dementsprechend hat auch der Handel mit Sachdaten an Bedeutung verloren. Kernerkenntnisse zu Personendaten: Unternehmen sammeln viele Personendaten, nutzen diese jedoch kaum zur Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen. Die Nachfrage und der Handel mit Personendaten ist gering. Unternehmen geben Personendaten generell selten weiter; wenn sie es aber tun, dann vergleichsweise eher an Behörden oder die Wissenschaft als an kommerzielle Dritte. Insgesamt sehen Unternehmen kaum Hürden beim Datenzugang. Zusätzliche gesetzliche Rahmenbedingungen werden nicht aktiv gefordert.

Re­gu­lie­rung und För­de­rung von Was­ser­stoff-Pro­duk­ti­on und Spei­cher

Die Studie zeigt, dass trotz eines substantiellen langfristigen Potenzials für Wasserstoff in der Schweiz weiterhin erhebliche wirtschaftliche und regulatorische Hürden bestehen. Für die Förderung der Wasserstoffproduktion erweisen sich marktnahe Instrumente wie fixe Prämien oder Differenzkontrakte als besonders geeignet. Beim Aufbau von Speichern stehen hingegen vor allem Unsicherheiten bezüglich Marktentwicklung und regulatorischer Ausgestaltung im Vordergrund. Die Schweiz verfügt derzeit über keine saisonalen Gasspeicher im Inland und verfolgt bislang keine expliziten Ziele für deren Aufbau. Stattdessen werden Speicherkapazitäten im Ausland genutzt und durch zwischenstaatliche Abkommen abgesichert. Die geologischen Voraussetzungen für saisonale Speicher im Inland gelten nach heutigem Kenntnisstand als ungünstig, weshalb entsprechende Lösungen voraussichtlich deutlich teurer wären als die Nutzung ausländischer Speicher. Zudem ist zu beachten, dass bei einer Umwidmung von Methan- zu Wasserstoffspeichern aufgrund der geringeren volumetrischen Energiedichte von Wasserstoff vier- bis sechsmal weniger Energie gespeichert werden kann. Als nachfrageseitige Flexibilitätsoption im Inland dienen derzeit insbesondere Zweistoffanlagen. Perspektivisch könnten Wasserstoffderivate in flüssiger Form eine Rolle für die Energiespeicherung spielen. So beträgt die vorgeschriebene Pflichtlagerhaltung für Erdölprodukte in der Schweiz aktuell 4.5 Monate des Jahresverbrauchs.

Publikationen

Barometer erneuerbare Gase Schweiz, Ausgabe 9, April 2026

Geopolitische Spannungen, volatile Energiepreise und ambitionierte Klimaziele setzen den Energiemarkt weiter unter Druck. Die europäischen Erdgaspreise sind infolge des Konflikts im Nahen Osten kurzfristig deutlich angestiegen, jedoch weit weniger stark als in der Energiepreiskrise von 2022 infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der Terminmarkt (TTF -Futures) erwartet aktuell eine deutliche Marktberuhigung bis 2030. Der kurzfristige Preisanstieg von Erdgas stärkt grundsätzlich die Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren Gasen.Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren Gasen hat die EU verschiedene Stossrichtungen definiert. In unseren Nachbarländern wird die Wettbewerbsfähigkeit der Biomethaneinspeisung ins Gasnetz aktuell dadurch erhöht, dass die Kosten des Gasnetzanschlusses nicht ausschliesslich von den Produzenten getragen werden, sondern teilweise über das Netz sozialisiert werden. Solange kein Gas-VG in Kraft ist, kommt der Schweizer Gasbranche bei der Regelung der Kostentragung und der Marktintegration von Biomethan eine wichtige Rolle zu.Ob und wo erneuerbare Gase sinnvoll eingesetzt werden können, hängt gemäss dem Forschungsprojekt DeCIRRA stark von Infrastruktur, Ressourcen und Alternativen vor Ort ab – pauschale Zielbilder greifen zu kurz. In den Kantonen, in denen die Energiegesetze nahe an den MuKEn 2025 ausgerichtet werden, ist die Verwendung erneuerbarer Gase im Gebäudebereich deutlich eingeschränkt. Demgegenüber setzt Deutschland im Gebäudemodernisierungsgesetz auf einen offeneren Transformationspfad, wobei die konkrete zeitliche Ausgestaltung der «Biotreppe» noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist.

Befragung zu Sach- und Personendaten

Wie gehen Schweizer Unternehmen mit Sach- und Personendaten um? Gibt es einen Datenhandel und wo sehen Unternehmen Handlungsbedarf? Dazu hat das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) eine Umfrage unter rund 800 Unternehmen von Polynomics durchführen lassen.Kernerkenntnisse zu Sachdaten: Trotz steigender Datenerzeugung hat ihre wirtschaftliche Bedeutung abgenommen. Obwohl Unternehmen heute besser wissen, welche Sachdaten verfügbar sind, werden sie weniger genutzt und nachgefragt als noch vor fünf Jahren. Dementsprechend hat auch der Handel mit Sachdaten an Bedeutung verloren.Kernerkenntnisse zu Personendaten: Unternehmen sammeln viele Personendaten, nutzen diese jedoch kaum zur Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen. Die Nachfrage und der Handel mit Personendaten ist gering. Unternehmen geben Personendaten generell selten weiter; wenn sie es aber tun, dann vergleichsweise eher an Behörden oder die Wissenschaft als an kommerzielle Dritte.Insgesamt sehen Unternehmen kaum Hürden beim Datenzugang. Zusätzliche gesetzliche Rahmenbedingungen werden nicht aktiv gefordert.

Regulierung und Förderung von Wasserstoff-Produktion und Speicher

Die Studie zeigt, dass trotz eines substantiellen langfristigen Potenzials für Wasserstoff in der Schweiz weiterhin erhebliche wirtschaftliche und regulatorische Hürden bestehen. Für die Förderung der Wasserstoffproduktion erweisen sich marktnahe Instrumente wie fixe Prämien oder Differenzkontrakte als besonders geeignet. Beim Aufbau von Speichern stehen hingegen vor allem Unsicherheiten bezüglich Marktentwicklung und regulatorischer Ausgestaltung im Vordergrund. Die Schweiz verfügt derzeit über keine saisonalen Gasspeicher im Inland und verfolgt bislang keine expliziten Ziele für deren Aufbau. Stattdessen werden Speicherkapazitäten im Ausland genutzt und durch zwischenstaatliche Abkommen abgesichert. Die geologischen Voraussetzungen für saisonale Speicher im Inland gelten nach heutigem Kenntnisstand als ungünstig, weshalb entsprechende Lösungen voraussichtlich deutlich teurer wären als die Nutzung ausländischer Speicher. Zudem ist zu beachten, dass bei einer Umwidmung von Methan- zu Wasserstoffspeichern aufgrund der geringeren volumetrischen Energiedichte von Wasserstoff vier- bis sechsmal weniger Energie gespeichert werden kann. Als nachfrageseitige Flexibilitätsoption im Inland dienen derzeit insbesondere Zweistoffanlagen. Perspektivisch könnten Wasserstoffderivate in flüssiger Form eine Rolle für die Energiespeicherung spielen. So beträgt die vorgeschriebene Pflichtlagerhaltung für Erdölprodukte in der Schweiz aktuell 4.5 Monate des Jahresverbrauchs.